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* Sea Shepherd News

  • post Wie Sea Shepherd das Mittelmeer säubert - 07 Dezember
  • 2. Dezember 2019: Sea Shepherd kehrt ins übermäßig ausgebeutete Mittelmeer zurück und deckt dort auf, was den größten Anteil an Plastikverschmutzung ausmacht: illegale Fischerei-Ausrüstung. Die Aktion wurde mit Hilfe des Aeolian Islands Preservation Funds und Smile Wave in Zusammenarbeit mit Kleinfischern von Lipari und Salina durchgeführt.

    Sea Shepherd sagt der, durch illegale Fangausrüstung verursachten, Plastikverschmutzung den Kampf an. Seit langem stellt diese den größten Anteil an Plastikverschmutzung dar, die im Mittelmeer den Meeresgrund, die Korallenriffe und das gesamte Ökosystem zerstört. Zudem treiben Millionen an weggeworfenen Plastikflaschen und -behältern im Wasser und verschmutzen das Meer fortdauernd, indem sie im Laufe der Zeit zu riesigen Mengen an Mikroplastik zerfallen. Wenn ihre Verankerung reißt, werden Lockbojen (*FADs) zu Todesfallen aus umher treibenden Netzschnüren, in denen sich Seevögel, Schildkröten, Wale und Fische verheddern und sterben.

    Die geschätzte Anzahl illegaler FADs ist schier unvorstellbar:

    - 10.000 illegale FADs im südlichen Thyrrenischen Meer mit geschätzten 20.000 Kilometern an Polypropylen-Schnüren und hunderten Plastikflaschen und -behältern.
    - Nach einer, im Journal of Environmental Management veröffentlichten, wissenschaftlichen Arbeit, die Forschungsergebnisse aus Sizilien, Malta, und Tunesien kombiniert, wurden zwischen 1961 und 2017 1,6 Millionen FADs und 5,4 Millionen Plastikflaschen und -behälter im Mittelmeer entsorgt. Quelle: sciencedirect.com/science/arti…01479719314677?via%3Dihub
    - Illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) tötet millionenfach verschiedene Arten, bereichert Kriminelle und fügt der legalen Kleinfischerei erheblichen Schaden zu.


    OPERATION SISO 2019 ist eine Kampagne in Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden, bei welcher zwei von Sea Shepherds Schiffen, anfangs verdeckt, in Gebrauch sind: ein 10 m langer Katamaran und das Schlauchboot HUNTER.

    An der Kampagne beteiligten sich Kleinfischer aus Lipari und Salina. Sie stellten ihre Kenntnisse in den Dienst des Meeresschutzes und zeigten Sea Shepherd die Gebiete auf, die am stärksten von der Überfischung betroffen sind. Die Kleinfischer schlossen sich dem Kampf gegen Wilderer an, indem sie die Position illegaler FADs meldeten. Auch der italienische Dirigent Roberto Soldatini unterstützte die Meeresschutz-Kampagne, indem er Sea Shepherd mit seinem eigenen Segelboot begleitete.

    Nach der Abfahrt aus dem sizilianischen Portorosa bewegte sich das Team auf einer Route durch Gewässer, die für ihre hohe Konzentration an illegalen Lockbojen bekannt sind. Die Schiffe waren mit einem System aus Seilwinden ausgestattet, die speziell dafür entwickelt wurden, fest verankerte FADs mitsamt aller Polypropylen-Schnüre und Plastikbehälter vollständig aus dem Wasser zu bergen.

    Der tatkräftige Einsatz zur Bergung von FADs begann am 12. Oktober um 9:15 Uhr nach dem Übereinkommen mit der italienischen Finanzpolizei und Küstenwache. Dutzende illegaler Lockbojen konnten in den anschließenden Tagen mittels GPS geortet und dann entfernt werden.

    Durch die harte Arbeit in den darauffolgenden Wochen konnten 77 illegale FADs mit 150 km Polypropylen-Schnüren und hunderten Behältern voller gesundheitsgefährdender, verschmutzender Rückstände geborgen werden. Sie wurden sichergestellt und der Küstenwache von Lipari übergeben.


    „Gemeinsam gewinnen wir“, erklärt der Kampagnenleiter der OPERATION SISO, Andrea Morello. „Das Problem mit den illegalen Lockbojen weist apokalyptische Ausmaße auf. Alleine könnten wir diese Vielzahl an FADs nicht bekämpfen, selbst wenn wir 100 Schiffe hätten. Aber durch unsere Kooperation mit den örtlichen Behörden, wie der Finanzpolizei und der Küstenwache und durch die Mithilfe einzelner Segler im Mittelmeer werden wir gewinnen. Die Flotten der Kleinfischer jeder Insel, jedes Dorfes und jedes Bezirks werden uns illegale Aktivitäten melden. Zusammen, und mit Unterstützung durch unsere Spender und Stiftungen, wie dem Aeolian Preservation Fund und Smile Wave, werden wir Recht und Ordnung wiederherstellen und Millionen Leben retten.“

    „70% des Sauerstoffs dieses Planeten kommen aus dem Ozean“, fährt Andrea Morello fort „Alle Menschen, die auf dem Mittelmeer segeln, werden diesen Weg wählen müssen und wie Roberto mit dem eigenen Boot durch aktives Eingreifen illegale Aktivitäten stoppen, um das Schicksal des weltweit am stärksten ausgebeuteten Meeres abzuwenden. Nach den im Sofia-Bericht veröffentlichten Daten der UN, sind 62% der Fischbestände im Mittelmeer bereits zusammengebrochen. Um das Meer vor illegaler Fischerei und illegalen FADs zu schützen, sind wir auf die Mithilfe aller angewiesen. Wir brauchen Spenden, um ein Schiff zum Erhalt unserer Meere dauerhaft im Einsatz halten zu können. Mit der größten privaten Flotte der Welt werden wir lossegeln und „unsere Mandanten“ verteidigen: alle Lebewesen, die in den Ozeanen zuhause sind.“
    Durch einen Besuch auf https://www.seashepherd.it/ (nur italienisch) kann man die Kampagne unterstützen. Hier wird es künftig die Möglichkeit geben, die Sichtung illegaler FADs auf See zu melden, ihre Registrierung zu prüfen, sowie Koordinaten und Fotos hochzuladen.

    *Über FADs (Fish Aggregation Devices/Lockbojen)

    FADs oder Lockbojen sind Fischfanggeräte zum Anlocken von Fischen. Regional sind Namen wie „caponare“ oder „cannizzi“ geläufig. In den Gewässern um die Äolischen Inseln sind sie illegal.

    FADs bestehen aus zwei Teilen: einem Schwimmteil, das aus einem Plastikbehälter und Palmblättern hergestellt wird, und einem verankerten Teil. Dafür werden üblicherweise lange Polypropylen-Schnüre an einem Betonklotz oder Steinen festgebunden. Das Gewicht verankert die Fangvorrichtung dann fest am Meeresgrund. Hauptsächlich zielt diese Fangweise auf die Goldmakrele ab. Dieser Hochseefisch, durchquert vom Spätsommer bis zum Jahresende das Thyrrenische Meer in großen Schwärmen.


    Laut dem örtlichen Fischerei-Wirtschaftsplan der Äolischen Inseln gelten folgende Regulierungen zum Gebrauch der FAD: „Es werden Gebiete spezifisch für die Verankerung der FAD ausgewiesen – ihre Zahl ist auf max. 20 begrenzt. Standort und Position werden nach Plan festgelegt. Sie werden Fischern informell zugewiesen und erkennbar gemacht. Das Ausbringen der FAD darf ab dem 15. September erfolgen, um auf die frühe Wanderung der Goldmakrelen zu reagieren, wie sie in den vergangenen Jahren stattgefunden hat. Der Fang ist ab dem 30. September gestattet.“ FADs, die nicht zur Erkennung markiert sind, nicht biologisch abbaubar sind oder nicht rückverfolgbar sind, gelten als illegale Fanggeräte.

    Erfahre hier mehr über OPERATION SISO: https://sea-shepherd.de/2536-operation-siso-gestartet
  • post USA und Europa blockieren den Antrag afrikanischer Staaten auf mehr Haischutz - 30 November
  • 28. November 2019: Trotz fester Unterstützung einiger Mitgliedsstaaten scheiterte die Internationale Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT), die maßgeblich für die Regelung des Thunfischfangs im Atlantik verantwortlich ist, einem wichtigen Antrag von Senegal stattzugeben, der auf stärkere Richtlinien zur Erhaltung des Kurzflossen-Makos drängte.
    Senegal stellte vor dem 26. Treffen der Kommission (in Palma de Mallorca, Spanien, vom 18.-25. November) den Antrag, nach dem es verboten sein sollte, in von ICCAT geregelten Fischereizonen gefangene Atlantische Kurzflossen-Makos, sowie Teile ihrer Kadaver, an Bord aufzubewahren, umzuladen oder anzulanden. Des Weiteren enthielt der Antrag strenge Quoten für den Atlantischen Kurzflossen-Mako. Senegals Antrag folgte auf eine Empfehlung von ICCATs ständiger Kommission für Wissenschaft und Statistik „SCRS“, zur Einführung stärkerer Richtlinien zur Erhaltung des Nordatlantischen Kurzflossen-Makos ohne Ausnahmeregelungen.


    Der Kurzflossen-Mako gilt als schnellster Hai der Welt und ist aufgrund seiner niedrigen Geburtenrate und vergleichsweise späten Geschlechtsreife sehr anfällig für Überfischung. Eine Studie von 2017 belegt, dass die Mako-Population im Nordatlantik, selbst wenn die Fangquote bei null läge und entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen würden, nur eine fünfzigprozentige Chance hätte, sich von der Überfischung zu erholen. In Anerkennung der kritischen Lage des Kurzflossen-Makos stimmten die Teilnehmer der Konvention des Washingtoner Artenschutzübereinkommens bei der 18. Vertragsstaaten-Konferenz in Genf vergangenen August für Handelsbeschränkungen der gefährdeten Art.

    Senegals Antrag wurde von 16 ICCAT-Teilnehmerländern unterstützt, unter anderem von den afrikanischen Küstenstaaten Gambia, Gabun und Liberia. Diese Länder führen in Zusammenarbeit mit Sea Shepherd gemeinsame Patrouillen auf See durch. In Folge dieser Kooperation wurden schon dutzende Fangschiffe festgesetzt, die illegal fischten oder andere Fischerei-Vergehen begingen, darunter auch europäische Fangschiffe, die auf Haiflossen abzielten und illegalerweise gefährdete Tiefsee-Haie zur Leberöl-Produktion fingen.

    „Gambia, Gabun und Liberia sind im Kampf gegen illegale Fischerei weltweit führend, sowohl auf See beim Vorgehen gegen kriminelle Hai-Wilderer, als auch in globalen Umweltschutz-Gremien, wo sie effiziente Schutzmaßnahmen für Haie fordern“,erklärte Peter Hammarstedt. Der Kampagnenleiter von Sea Shepherd Global ist stolz auf Sea Shepherds Partner, die beim letzten Treffen der ICCAT zum Thema Schutz des Kurzflossen-Makos die Vorreiterrolle einnahmen.


    Gegen den Antrag waren die Europäische Union (EU) und die USA, die jeweils einen konkurrierenden Antrag stellten. Diese waren gespickt mit Ausnahmeregelungen und schlugen Fangquoten vor, die den wissenschaftlichen Empfehlungen nicht entsprachen. Demzufolge wurde von den ICCAT-Teilnehmerländern eine deutlich schwächere Version der Richtlinien zur Erhaltung verabschiedet. Der Widerstand der EU gegen Senegals Antrag ist besonders besorgniserregend, da europäische Fangschiffe für die große Mehrheit an gefangenen Kurzflossen-Makos verantwortlich sind.


    „Es war extrem enttäuschend mitanzusehen, wie die EU und die USA die besten wissenschaftlichen Erkenntnisse ignorieren und politische Zweckmäßigkeit vor den Naturschutz stellen. Um den stark gefährdeten Atlantischen Kurzflossen-Mako zu retten, müssen wir jetzt die entsprechenden Maßnahmen ergreifen, die die Erholung der Bestände vorantreiben. Die Quoten an einer Wahrscheinlichkeit der Bestandserholung in 50 Jahren festzusetzen, widerspricht nicht nur direkt der Warnung der SCRS, sondern hat auch Präzedenzwirkung auf die Haibestände, die von der ICCAT-Fischerei betroffen sind.“erklärt Brett Sommermeyer, Direktor von Sea Shepherd Legal.


    Sea Shepherd bedankt sich bei Gambia, Gabun und Liberia und den anderen 13 Unterstützern von Senegals Antrag für ihre starke Haltung zum Naturschutz beim Treffen der ICCAT. Jede Stunde werden bis zu 31.000 Haie von Menschen getötet. Die Haibestände sind im letzten Jahrhundert um 90% gesunken und ein Viertel aller Haiarten ist vom Aussterben bedroht. Die Unterstützer des Antrags von Senegal haben die Dringlichkeit des Haischutzes und die Wichtigkeit besserer Schutzmaßnahmen für den stark ausgebeuteten Kurzflossen-Mako verstanden.
  • post Minensprengung im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt – Stellungnahme Sea Shepherd Deutschland e.V. - 28 November
  • Im Rahmen eines Nato-Manövers sprengte die deutsche Marine im Spätsommer 39 Weltkriegsminen im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt. Berichten zufolge wurden anschließend über einem Zeitraum von mehreren Wochen 18 tote Schweinswale gefunden. Nach aktuellem Stand wird, unter anderem an der Hochschule Hannover, die genaue Todesursache der streng geschützten Tiere ermittelt.

    Ein Zusammenhang dieses Manövers und dem Sterben einer so beträchtlichen Zahl von Säugetieren liegt nahe, da die Tiere sehr empfindliche Sinnesorgane besitzen, die sie zur Nahrungssuche benötigen.


    Der Fehmarnbelt ist ökologisches Bindeglied zwischen Beltsee und Mecklenburger Bucht und ein vom Bundesamt für Naturschutz als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) ausgewiesenes Meeresschutzgebiet. Die Zahl der Schweinswale in diesem Gebiet beträgt maximal 500 Individuen*. Zudem befindet sich in dieser Population eine hohe Anzahl an Weibchen mit ihren Kälbern, da die Fehmarnbelt-Region als Reproduktionszone gilt und die Schweinswale sich gerade im Sommer fortpflanzen.

    Neben den 18 Tieren, die vermutlich Opfer der Minensprengungen wurden, riss laut Spiegel alleine eine der Minen einen circa fünf Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Krater in den Meeresboden, was alles marine Leben im Umkreis von bis zu 30 Metern zerstörte.

    Sea Shepherd Deutschland verurteilt das unverantwortliche Vorgehen des Ministeriums und der deutschen Marine und fordert eine lückenlose Aufklärung sowie Förderung von Alternativen zu Minensprengungen im Meer.

    Die gefährdeten Schweinswale gelten nach EU-Recht als besonders geschützt und die Mitgliedsstaaten sind dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Schutz in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten zu gewährleisten. Auch dieser Vorfall zeigt erneut, wie politische Instrumente und behördliche Organe teilweise versagen und geltendes Naturschutzrecht missachtet wird.


    „Sea Shepherd Deutschlands erste eigene Kampagne war die Ostsee-Kampagne zum Schutz der Schweinswale. Dieses Thema liegt uns daher ganz besonders am Herzen. Wie in der Vergangenheit auch, werden wir uns aktiv dafür einsetzen, dass Schutzgebiete nicht nur auf dem Papier existieren.
    Die Resonanz der Medien auf die durchgeführten Minensprengungen und ihre Folgen zeigen zudem, dass die Öffentlichkeit sich der Problematik vor unserer eigenen Haustür immer bewusster wird und wir uns somit mit unserem Einsatz für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee auf dem richtigen Weg befinden. Die Schweinswale brauchen jede erdenkliche Hilfe, sei es durch generelle Aufklärungsarbeit oder Präsenz vor Ort. Und wir werden auch in Zukunft unseren Teil dazu beitragen“, sagte Manuel Abraas, Direktor von Sea Shepherd Deutschland.

    Bericht der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/marine-minensprengung-101.html

    Spiegel: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ostsee-tod-von-schweinswalen-beschaeftigt-bundesregierung-a-1298159.html

    Spiegel: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fehmarnbelt-18-seltene-schweinswale-nach-minensprengung-tot-a-1297956.html

    *Quelle:

    https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/meeresundkuestenschutz/downloads/Erhaltungsziele/Erhaltungsziele_Fehmarnbelt_2009-03-06.pdf
  • post Die STEVE IRWIN und ihr Ruhestand - 21 November
  • Freitag, 15. November 2019: "Wir mussten in den letzten vier Jahrzehnten viele Schiffe ausmustern und es ist immer wieder traurig, das zu tun. Den Ruhestand der STEVE IRWIN einzuläuten, trifft mich allerdings besonders." Kommentar von Sea-Shepherd-Gründer Captain Paul Watson.

    Über ein Jahrzehnt lang war die STEVE IRWIN unser Flaggschiff, das uns zu den abgelegenen und rauen Gewässern des Südpolarmeers führte, um für die Wale zu kämpfen. Die STEVE IRWIN war im Mittelmeer zum Schutz des Blauflossenthuns im Einsatz und auch bei den dänischen Färöern, um Grindwale und Delfine zu verteidigen.


    Ich erinnere mich gerne daran, wie ich die STEVE IRWIN die Themse hinauf und unter der Tower Bridge ins Herz von London steuerte. Ich erinnere mich, wie sie an der Freiheitsstatue im New Yorker Hafen vorbeikam und wie sie gegenüber der Oper von Sydney lag. Aber vor allem erinnere ich mich daran, wie ihr Rumpf durch dickes Eis pflügte und den Stürmen im Südpolarmeer trotzte. Das Geräusch ihres Rumpfes, der sich durch dicke Eisschollen kämpfte, ließ uns bei vielen Gelegenheiten einfach nur erschauern.


    Es war mir eine Ehre, auf zahlreichen Fahrten der STEVE IRWIN das Kommando zu haben und die Walfangflotte Japans in antarktischen Gewässern zu stoppen. Dieses Schiff war mehrfach auf Tuchfühlung mit japanischen Harpunenschiffen, blockierte die Gleitbahn der NISSHIN MARU und rettete so das Leben von über 6.000 Walen.


    Mit der STEVE IRWIN verfolgten wir eine chinesische Flotte von Wilderern, die illegale Treibnetze nutzte. Die Verfolgung ging vom Indischen Ozean bis nach China, wo wir die Flotte erfolgreich an die chinesischen Behörden übergaben.

    Mit Freude erinnere ich mich an den Tag, an dem wir ein Thunfischnetz vor der Küste Libyens gerammt haben und dadurch ca. 800 Blauflossen-Thunfischen die Freiheit schenken konnten. Für diese Aktion wurde die STEVE IRWIN festgesetzt und vor Gericht gestellt, wo wir den Fall gegen die Wilderer gewonnen haben.


    Es war im Oktober 2006, als Captain Alex Cornelissen und ich die STEVE IRWIN in Edinburgh, Schottland, fanden. Zu der Zeit hieß sie noch WESTRA und war zuvor für die schottische Fischereiaufsichtsbehörde im Einsatz. Das Schiff wurde gekauft und Captain Cornelissen übernahm das erste Kommando, um das Schiff von Schottland über die Magellanstraße ins Rossmeer zu bringen, wo sie sich der FARLEY MOWAT anschloss, auf der ich mich samt Besatzung befand. Endlich hatten wir zum ersten Mal ein Schiff, das schneller war als das japanische Fabrikschiff NISSHIN MARU. Es war ein absoluter Wendepunkt in der Geschichte."Diese erste unglaubliche Fahrt von Sea Shepherds neuem Flaggschiff werde ich nie vergessen. Als wir Schottland verließen, den Atlantik hinunter und die atemberaubende Aussicht der Magellanstraße. Überall bei Sea Shepherd konnte man die Aufregung spüren, als wir anfingen, unsere Geschwindigkeitstests durchzuführen. Wir hatten die Gewissheit, dass wir zum ersten Mal ein Schiff hatten, das die NISSHIN MARU, Japans schwimmendes Schlachthaus, einholen und das Spiel zu unseren Gunsten ändern konnte. Es war eine Ehre, der erste Sea-Shepherd-Kapitän unseres Flaggschiffs zu sein. Natürlich ist es schade, dass die STEVE ausgemustert wurde, allerdings wird sie trotzdem im Einsatz sein und Sea Shepherd für Veranstaltungen und Aufklärungsarbeiten dienen.“ Captain Alex Cornelissen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Global.

    Im Dezember 2007 wurde das Schiff von uns zu Ehren des australischen Naturschützers Steve Irwin umbenannt. Wir fingen an, effektiv gegen Japans illegalen Walfang im Antarktischen Walschutzgebiet vorzugehen, indem wir jedes Jahr zurückkehrten, um die Walfangflotte zu verfolgen und zu blockieren und letztendlich zu stoppen.

    2019 zog sich Japan dann endgültig aus dem Südpolarmeer zurück. Unser tapferes Schiff war vom Wetter mitgenommen, das Eis hatte deutliche Spuren hinterlassen und die STEVE war sowohl mechanisch als auch strukturell am Ende. Nach dem Sieg über Japans Flotte war es an der Zeit, die STEVE IRWIN auszumustern. Aber zum Glück wird die STEVE IRWIN dank der gemeinnützigen Organisation Ship4Good als Sea-Shepherd- Museum und Veranstaltungsschiff in Williamstown, Victoria, Australien, weiter genutzt werden.


    "Sea Shepherds Flaggschiff, die STEVE IRWIN, hat mehrere Kampagnen zur Verteidigung der Ozeane durchgeführt. Angefangen vom Schutz der unberührten Gewässer der Großen Australischen Bucht, einer der bedeutendsten Wal-Kinderstuben der Welt, dem Kampf gegen riskante Tiefseebohrungen, bis hin zum Schutz der Buckelwale vor der Kimberley Coast in Westaustralien“, sagte Jeff Hansen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Australien. "Nach über einem Jahrzehnt Dienst bei Sea Shepherd musste das Schiff nun leider in den Ruhestand verabschiedet werden. Eine Option, die wir in Betracht gezogen hatten, war, die STEVE zu recyceln, aber dank der Leidenschaft und Vision von Kerrie Goodall, Gründerin von Ship4Good, wird die STEVE IRWIN nun ein Museums-und Veranstaltungsort sein.

    Das gesamte Team von Sea Shepherd dankt Kerrie Goodall und Ship4Good dafür, dass sie eines unserer Schiffe aufgenommen haben. Ein Schiff, das fast sein ganzes Leben lang die Ozeane verteidigt hat. Auch jetzt, im Ruhestand, wird die STEVE IRWIN weiter dabei helfen der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wichtig der Schutz unserer Ozeane ist und somit auch unsere Schiffe unterstützen, die nach wie vor aktiv an der Front für die Verteidigung der Ozeane kämpfen“, fügte Hansen hinzu."Die Übernahme des Schiffes ist eine Möglichkeit, das Engagement und die Leistungen von Sea Shepherd und all derer zu würdigen, die die Erfolge des Schiffes unterstützt haben."Ship4Good-Gründerin Kerrie Goodall.

    "Für die gesamte Sea-Shepherd-Familie ist die STEVE IRWIN weit mehr als nur ein Schiff, denn sie bedeutet einer Menge Menschen sehr viel“, sagte Hansen. "Von der Familie Irwin über unsere Crew, die so viele Meere bereist hat, bis hin zu unseren Freiwilligen, die mehrere Touren und Veranstaltungen durchgeführt haben, um das Schiff für Kampagnen zur Verfügung zu stellen und natürlich unseren Unterstützern auf der ganzen Welt, bei uns allen hat die STEVE IRWIN einen ganz besonderen Platz im Herzen."


    Ich spreche für die ganze Crew, die die Gelegenheit hatte, auf der STEVE IRWIN zu dienen, und ich weiß, dass sie meine Gefühle des tiefen Respekts für dieses großartige Schiff teilen werden und auch die traurige Akzeptanz, dass die STEVE IRWIN nicht länger Wilderer jagen und Leben auf See retten kann. Es ist auch ein Trost für uns alle, dass das Schiff ein solides Zeugnis unserer gemeinsamen und leidenschaftlichen Bemühungen bleibt, das zu tun, von dem viele gesagt haben, dass es nicht zu schaffen sei – die vollständige Sicherheit des Antarktischen Walschutzgebiets.

    -Captain Paul Watson-

  • post Niederländische Postcode Lotterie spendet 1,98 Millionen Euro für Afrikas erstes Haischutzgebiet - 27 Oktober
  • Dienstag, 22. Oktober 2019: Die langfristige Zusammenarbeit von Sea Shepherd mit der Regierung von Gabun hat eine neue Dimension erreicht: Sea Shepherd erhält 1,98 Millionen Euro von der
    Niederländischen Postcode Lotterie für die Verwirklichung des ersten afrikanischen Haischutzgebiets, das dazu beitragen wird, die Dezimierung von Haien und Rochen aufzuhalten.

    Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd eng mit den gabunischen Behörden zusammen, um die illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) in den Küstengewässern Gabuns zu unterbinden. „Sea Shepherd stellt der Regierung von Gabun jetzt das vierte Jahr in Folge ein ziviles Küstenpatrouillenschiff zur Verfügung, um die IUU-Fischerei zu bekämpfen und gabunische Strafverfolgungsbehörden durch gemeinsame Patrouillen auf See zu unterstützen. Diese erfolgreiche Partnerschaft zwischen Sea Shepherd und Gabun hat bisher zur Festsetzung von zehn illegalen Fischereifahrzeugen geführt, von denen viele in Meeresschutzgebieten erwischt wurden", erklärte Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter von Sea Shepherd.


    Im Jahr 2018 erweiterte Sea Shepherd seine Unterstützung für Gabun, durch strategische Beratung durch die Rechtsabteilung Sea Shepherd Legal (SSL). Nach einer Reihe von Workshops zum Aufbau von Kapazitäten im Frühjahr 2019 erkannten SSL und Beamte der gabunischen Nationalparkbehörde (ANPN), dass Gabun hervorragend geeignet ist, das erste Land auf dem afrikanischen Kontinent zu sein, das einen umfassenden Schutz für Haie und Rochen gewährleistet. So wurde der Traum geboren, das erste Haischutzgebiet Afrikas zu schaffen.
    "Mit dieser zusätzlichen Förderung ist der Traum, Afrikas ersten sicheren Hafen für Haie und Rochen zu schaffen, Realität geworden. Wir sind der Niederländischen Postcode Lotterie sehr dankbar, dass sie den unschätzbaren Wert dieses Projekts erkannt hat", sagte Catherine Pruett, Geschäftsführerin von Sea Shepherd Legal."Wir sind auch außerordentlich dankbar für die Zusammenarbeit mit Gabun, einem Land, das die Vision und die Stärke hatte, ein sehr großes Netzwerk von Land- und Meeresschutzgebieten aufzubauen und das genau erkannt hat, welchen Bedrohungen Haie und Rochen ausgesetzt sind. Diese Bedrohungen haben zu einem Rückgang der Haipopulationen weltweit um 90% geführt“, fügte Pruett hinzu.ANPN und SSL werden auf die erfolgreichsten Merkmale bereits bestehender Haischutzgebiete anderer Länder zurückgreifen und so sicherstellen, dass das neue Schutzgebiet drei Schlüsselelemente für den Erfolg hat: einen starken rechtlichen Rahmen, eine strenge Durchsetzung und eine umfassende Überwachung der biologischen Vielfalt. Pruett sagte: "Dank der Spende der Niederländischen Postcode Lotterie ist Sea Shepherd nicht nur in der Lage, Gabun bei der Errichtung eines wegweisenden Haischutzgebietes zu unterstützen, sondern wir sind nun auch in der Lage, diese Vision in der gesamten Region auf die vielen anderen Länder auszudehnen, in denen wir arbeiten".
    Seit 2007 hat Sea Shepherd Spenden in Höhe von 17,4 Millionen Euro von der Niederländischen Postcode Lotterie erhalten. Im Januar 2015 wurden Sea Shepherd 8,3 Millionen Euro von der Niederländischen Postcode Lotterie, der People's Postcode Lottery in Großbritannien und der Svenska Postkod Stiftelsen in Schweden zugesprochen. Durch diese Mittel konnte Sea Shepherds erstes spezialangefertigtes Antarktis-Patrouillenschiff gebaut werden: die OCEAN WARRIOR.

    Die Niederländische Postcode Lotterie – Gemeinschaft gewinnt immer!

    Die Niederländische Postcode Lotterie wurde 1989 gegründet, um wohltätige Zwecke zu unterstützen. Derzeit spielen 3 Millionen Niederländer in der Lotterie mit, wo sie jeden Monat Preise in Höhe von mehreren hunderttausend gewinnen können. Gleichzeitig unterstützen die Teilnehmer wichtige wohltätige Zwecke, denn die Hälfte aller Losverkäufe wird auf 117 Wohltätigkeitsorganisationen verteilt.

    Seit der Gründung der Postcode Lotterie wurden mehr als 5,8 Milliarden Euro für humanitäre Zwecke und Naturschutz gespendet. Die Postcode Lotterie ist in Großbritannien, Schweden, Deutschland und Norwegen tätig. In den Niederlanden arbeitet die Lotterie mit der BankGiro-Lotterie und der Vrienden-Lotterie zusammen und bildet eine Gruppe namens Charity-Lotterien.

    Novamedia/Postcode Lotterie ist der drittgrößte private Spender für Wohltätigkeitsorganisationen in der Welt.

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